Diese Tour bietet die einzigartige Gelegenheit das Gebiet des Riesengebirges zu bewandern. Das Riesengebirge ist ein sehr altes, mit vielen Mythen und Legenden umwehtes Gebirge. Die bekannteste Sage erzählt von dem Geist der Berge – dem Herrscher des Riesengebirges. Die Deutschen nannten ihn Rübezahl, die Tschechien – Krkonosz, und in Polen war es Liczyrzepa.
Auf diesem Gebiet befinden sich Felsengruppen mit phantasievollen Formen, glaziale, höchst malerische, tiefe und steile eiszeitliche Kessel, Quelen, Bäche mit zahlreichen Kaskaden und Wasserfällen sowie subalpine Torfmoorgebiete. Dazwischen erheben sich zwar nicht sehr hohe Massive, die Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal betragen aber bis zu 1000 m, was dem Riesengebirge seinen Hochgebirgscharakter verleiht.
In vielen Gegenden des Riesengebirges blieb die Natur unberührt wie zum Beispiel im Nationalpark. Auf dem Programm steht auch eine Wanderung auf der höhsten Erhebung – Schneekoppe (1602 Hm).
Überdies werden Sie die historischen Sehenswürdigkeiten von Wroclaw/Breslau besichtigen und unvergessliche Eindrücke nach Hause mitnehmen. Besonders schön in dieser Landschaft sind noch die traditionellen, hölzernen Bergbauden, die von Hirten im Sommer bewohnt wurden und mehrmals von ihnen gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Herbergen umgewandelt wurden.
Der Zauber der Berge faszienierte zu allen Zeiten Dichter und Maler wie Caspar David Friedrich oder Gerhart und Carl Hauptmann. Heute lassen sich dort wieder zahlreiche jüngere Maler und Bildhauer vom Reiz der Landschaft inspirieren.
Das einzigartige malerische Landschaftsbild, interessante geomorphologische Formen, ein gut ausgebautes und beschildertes Netz an Wanderwegen, kulturelle Sehenswürdigkeiten und historische Baudenkmäler, das spezifische Klima, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt zeugen von der aussergewöhnlichen Attraktivität unserer Riesengebirge-Wanderung.
Die Wanderreise setzt sich aus leichten bis mittelschweren Etappen zusammen. Diese bieten zwar keine technische Schwierigkeiten dar, doch sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit an manchen Tagen unabdingbar. Für die 4- bis 6-stündigen Wanderungen sollten Sie über entsprechende Ausdauer und Kondition verfügen. Während der Tagestouren benötigen Sie nur leichten Tagesrucksack mit dem Notwendigsten (z.B. Jacke, Wasserflasche, Regenschutz, Fotoapparat). Sie sind auf dieser Reise meist in kleinen Mittelklassehotels sowie in netten, familiären Pensionen untergebracht, manchmal für mehrere Tage an einem Ort.
Reiseprogramm:
1.Tag: Anreise nach Wroclaw (Breslau) und Transfer nach Karpacz (Krummhübel)
Individuelle Ankunft in Wroclaw und Treffpunkt im Hotel. Danach Stadtrundfahrt in Wroclaw (Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Rathaus auf dem Marktplatz, Dominsel mit der Kathedrale und der Sandinsel). Danach Transfer nach Karpacz, zu Füssen des Riesengebirges und ein kurzer Spaziergang durch die Stadt.
Fahrzeit ca. 2 Std., Übernachtung in einer Pension in Karpacz
2.Tag: Wanderung – Berghütte Odrodzenie
Unsere erste Wanderung fangen wir mit der Besichtigung der norwegischen Stabholzkirche Wang an. Diese Kirche besteht in allen Teilen aus Holz. Sie wurde im 13. Jahrhundert in Norwegen erbaut und dann 1841 in Einzelteilen zerlegt, nach Karpacz transportiert und dort wieder aufgebaut. Danach gehen wir über Polana – die ausgedehnte Waldwiese, die teilweise sumpfige Bergwiese ist. Früher stand hier eine Berghütte Bronka Czecha, die leider abbrannte. Weiter führt die Route dem Kessel des Großen Teich (Kociol Wielkiego Stawu) entlang. Der Kessel liegt am Fuß des Mittagsberges (Smogornia, 1489 m). Die Kesselsohle ist durch den größten, nach der Eiszeit entstandenen Bergsee im Riesengebirge – den Großen Teich (Wielki Staw, 1225 m) gefüllt. Der Große Teich hat die Fläche von 8,3 ha und seine maximale Tiefe beträgt 25 m. Die Kesselwände steigen bis auf die Höhe von ca. 200 m und sind mit einer artenreichen subalpinen Pflanzenwelt bewachsen. Danach gehen wir an einer graniten Felsengruppe Slonecznik (Der Mittagstein) vorbei und erreichen die Berghütte Odrodzenie (1236 m). Nach kurzer Pause wandern wir weiter, zuerst an der Felsengruppe Pielgrzymy (Die Dreisteine) vorbei. Dieser Gesteinkomplex besteht aus drei riesigen Granitfelsen, deren größter 25 m hoch ist. Dann gehen wir am Fluss Plasawa entlang bis nach Karpacz. Mit Folklormusik klingt der Tag aus.
Gehzeit ca. 5,5 Std.
Aufstieg ca. 650 m, Abstieg 600 m
Übernachtung in einer Pension in Karpacz
3.Tag: Wanderung auf den höchsten Berg des Riesengebirges
Nach dem Frühstück beginnt unsere Wanderung auf den höchsten Berg des Nationalparks, Riesengebirges und auch der gesamten Sudeten, Sniezka (Schneekoppe, 1602 m). Unterwegs besuchen wir die schönste Gebirgsbaude der Sudeten – Samotnia (Teichbaude), die im Kessel des Kleinen Teiches liegt (1195 m). Maly Staw (Der Kleine Teich) ist mit der Fläche von 2,9 ha und der Tiefe von ca. 7 m der zweitgrößte und wohl malerischste Teich im Riesengebirge. Danach gehen wir die Strzecha Akademicka (Hampelbaude) und den Gipfel Kopa (Kleine Koppe) mit der Gipfelstation des Sessellifts aus Karpacz vorbei. Über Przelecz Pod Sniezka besteigen wir die Schneekoppe, die an der Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien liegt. Auf dem Gipfel befinden sich Kaplica Sw. Wawrzynca (die Laurentiuskapelle), eine Wetterstation und die futuristisch anmutende polnische Bergbaude aus den frühen 1970er Jahren (im Volksmund als UFO bezeichnet). Nach kurzer Pause wandern wir schon in Richtung Karpacz zurück und besuchen noch die Bergbaude Nad Lomniczka (Die Melzergrundbaude, ung. 1000 m).
Am Abend Besuch bei einer Manufaktur, in der man keramisches Geschirr hergestellt.
Gehzeit ca. 5,5 Std.
Aufstieg 790 m, Abstieg 750 m
Übernachtung in einer Pension in Karpacz
4.Tag: Wanderung von Karpacz nach Jagniatkow (Agnetendorf)
Heute verlassen wir Karpacz und unternehmen eine Wanderung nach in einer malerisch im Tal von Wrzosowka (Heidewasser) gelegene Siedlung – Jagniatkow. Das Wehr und der Stausee an der Großen Lomnitz in Karpacz vorbei gehen wir zuerst in die Annakapelle (Kaplica Sw. Anny) mit der sprudelnden Guten Quelle. Weiter über eine wunderschöne Ortschaft Borowice (Baberhäuser) wandern wir nach Przesieka, deren Hauptattraktion Wodospad Podgornej (Hainfall) ist. Die dreistufige Kaskade ist 10 m hoch und deshalb gehört sie zu den größten Wasserfällen im polnischen Riesengebirge. Am Nachmittag erreichen wir die stille und ruhige Siedlung Jagniatkow, die durch das Museum Gerhart Hauptmanns bekannt ist. Dieser deutsche Nobelpreisträger lebte und arbeitete in Jagniatkow bis 1946. Am Abend unternehmen wir einen Spaziergang durch Jagniatkow.
Gehzeit ca. 4,5 Std.
Aufstieg 440 m, Abstieg 380 m
Übernachtung in einer Pension in Jagniatkow
5.Tag: Jelenia Gora (Hirschberg)
Am Morgen besuchen wir das Museum Gerhart Hauptmanns. Danach ist Jelenia Gora unser heutiger Ziel, mit Sehenswürdigkeiten, wie: Rathaus, Marktplatz, im Jugendstill errichtete Theater, sowie Heiligkreuz Kirche mit ihrem üppigen barocken Schmuck. Unterwegs nach Jelenia Gora besuchen wir auch die Burg Kynast, die im 14. Jahrhundert durch den Fürsten Bolko II. erbaut wurde. Heutzutage, nach dem großen Brand im Jahre 1675, ist leider nur eine Ruine geblieben. Am späten Nachmittag kommen wir nach Jagniatkow zurück. Am Abend: “Das Riesengebirge in der deutschen und polnischen Literatur�. Die einzelnen Literaturstücke werden vorgelesen.
Gehzeit ca. 2,5 Std.
Aufstieg 350 m, Abstieg 300 m
Übernachtung in einer Pension in Jagniatkow
6.Tag: Wanderung von Jagniatkow nach Szklarska Poreba (Schreiberhau) über Sniezne Kotly
Heute bewundern wir Sniezne Kotly (Die Schneegruben), die zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Riesengebirge gehören und die ein unter strengem Schutz liegendes Reservat des Nationalparks Riesengebirges bilden. Dies sind zwei, nach der Eiszeit entstandene Gletscherkessel zwischen dem Hohen Rad (Wielki Szyszak) und der Veilchenspitze (Labski Szczyt). Der obere Rand der Großen Schneegrube liegt auf der Höhe von 1490 m. In der Großen Schneegrube gibt es zwei flache, kleine Schneeteiche mit kristallklarem Wasser. Wir wandern am Gehängeweg (Sciezka nad Reglami), der entlang Sniezne Kotly führt. Auf dem Gipfel befinden sich einige Aussichtspunkte, die Teufelskanzel (Czarcia Ambona) und eine TV-Sendestation. Danach an der Berghütte Pod Labskim Szczytem (1168 Hm) vorbei, woher sich eine wunderschöne Aussicht auf Szklarska Poreba und Hirschberger Tal ausbreitet, gehen wir nach Szklarska Poręba weiter. Wir besuchen den Wasserfall Szklarki (Kochelfall). Die Kaskade des Kochel-Bachs ist 13,3 m hoch und wird zur Mündung hin immer schmaler. Unten am Boden bildet der Wasserfall einen großen ovalen Evorsionskessel und am linken Rand der Felsenstufe geringere prächtige Wirbelkessel. Der Kochelfall liegt malerisch auf dem Gebiet des Nationalparks Riesengebirge auf der Höhe von 520 Hm, im mittleren Teil der Kochelschlucht. Nach der Einquartierung unternehmen wir einen kurzen Spaziergang durch die Stadt.
Gehzeit ca. 5,5 Std.
Aufstieg 650 m, Abstieg 600 m
Übernachtung in einer Pension in Szklarska Poreba
7.Tag: Die Umgebung von Szklarska Poreba
Auf einer ca. 4,5-stündigen Wanderung erkunden wir die Umgebung von Szklarska Porea.
Zuerst bewundern wir den Wasserfall Kamienczyka – der größte Wasserfall (846 Hm) auf der polnischen Seite des Riesengebirges. Er besteht aus 3 Kaskadenstufen mit der Gesamthöhe von 27 m. Von der Schwelle rast das Wasser in den malerischen, ca. 100 m langen Zackelklamm hinab. Die senkrechten Felsenwände erreichen die Höhe von 20-30 m und an manchen Stellen sind sie hier nur 4 m breit. Danach an der Berghütte auf Hala Szrenicka (1200 Hm) vorbei, erreichen wir den Gipfel Szrenica (Der Reifträger) (1362 m).
Am Gipfel befinden sich die Reifträgerbaude (Schronisko na Szrenicy) sowie eine meteorologische Beobachtungsstation der Universität Breslau. Unterwegs nach Szklarska Poreba können wir die wunderschönen Landschaften bewundern. Ein feierliches Abendessen.
Gehzeit ca. 4,5 Std.
Aufstieg 650 m, Abstieg 600 m
Übernachtung in einer Pension in Szklarska Poreba
8.Tag: Transfer nach Wrocław
Nach dem Frühstück Bustransfer nach Wroclaw. Heimreise.
Leistungen:
- 7 Übernachtungen in DZ mit DU/WC in Mittelklassehotels oder Familienpensionen
- Halbpension: Frühstück und warmes Abendessen incl. ein feierliches Abendessen am 7.Tag (ab Abendessen am 1.Tag bis Frühstück am Abreisetag)
- Transfers lt. Programm
- Gepäckbeförderung
- Stadtbesichtigungen: Wroclaw, Karpacz, Jelenia Gora, Szklarska Poreba
- Besichtigungen: Stabholzkirche Wang, Besuch einer Manufaktur der Keramik, Wasserfall Podgornej, Museum Gerhart Hauptmanns, Burg Kynast, Wasserfall Szklarki, Wasserfall Kamienczyka, Eintritte zum Riesengebirge Nationalpark
- deutschsprachige Reiseleitung ab/bis Wroclaw
- Info- und Kartenmaterial
Nur Gruppen ab 8 Personen. Auf Anfrage.
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