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Swietokrzyski / Heiligkreuz Gebirge -- Info

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Das Gebirge liegt in Zentralpolen. Der bis knapp über 600 m reichende Gebirgszug ist das älteste nicht nur in Polen, sondern in ganz Europa. Es umfaßt den höchsten Bergzug des Gebirges, mit den höchsten Gipfeln Lysica (612 m) und Lysa Gora (595 m). Das Gebirge ist mit einer großen Zahl an Wanderwegen für den Fremdenverkehr gut erschlossen.

Schon in vorchristlichen Zeiten wurde in der Region Bergbau und Eisengewinnung betrieben. Im schönsten Teil des Gebirges wurde schon 1950 der Swietokrzyski Nationalpark eingerichtet. Der Nationalpark umfaßt insgesamt 7626 ha, davon 7212 ha sind bewaldet und 1731 ha steht unter strengem Naturschutz.

Die Entstehung reicht in die Kaledonische Ära vor 520 - 400 mln Jahren. Die gegenwärtige Gestalt gaben dem Gebirge die herzynische Bewegung vor 300 mln Jahren. Als in dem Gebiet noch Meer rauschte, verblieben in den Böden verschiedene Ablagerungen wie Kalk- und Sandstein, die in den Felsen noch sichtbar sind. Außerdem entdeckte man versteinerte Spuren von Meerestieren und -pflanzen aus jener Zeit. Die wissenschaftliche Erfassung erfolgte erst in den Jahren 1960-1985. In den letzten 2 mln Jahren war das Gebiet mit dem Gletscher bedeckt. Die Felsen unterscheiden sich von anderen Gebirgsfelsen in Polen in seinem originellen geologischen Vorkommen, in dem ältere Elemente in der Tiefe sichtbar sind. Eine Besonderheit ist das Quarzgeröll aus der Kambrischen Ära, wo keine Pflanzen vorkommen.

In Krzemionki Opatowskie besteht eines der bedeutesten Archäologischen Reservate in Europa. Dort wurde vor 5000 Jahren Feuerstein für die Herstellung von Geräten gewonnen. Die Brocken wurden in einer Tiefe von 4 -12 m abgebaut. Die Abbaufelder mit mehr als 2000 Schächten erstrecken sich über eine Länge von 5 km. Ein Teil des Geländes kann besichtigt werden.

Die Pflanzenwelt (Flora)
Die Pflanzenwelt besteht aus 129 Flechtenarten, 190 Sorten Moos und 670 anderer Pflanzen, davon 49 Arten, die unter besonderem Naturschutz stehen. Das Gebirge ist überwiegend mit Edeltanne und Buche bewaldet. Es kommen auch Kiefer, Eichen, Tanne, Lärche und Eibe vor. 674 Bäume sind Naturdenkmäler.

Kultur und Touristik
Außer den Natursehenswürdigkeiten, hat diese Region auch viele Baudenkmäler zu bieten, überwiegend Sakralbauten. Als Perle gilt das Gebäudekomplex des Benediktinerklosters in Sw. Krzyz, aus dem 12. Jh., deren romantische Fundamente aus dem Jh. freigelegt wurden. Aus dem Kloster stammt das älteste Schriftstück Polens die sg. Swietokrzyski Predigten. Eine weitere Rarität sind die Reliquien des Heiligen Kreuzes, somit ist das ein wichtiger Wallfahrtsort. Zum Komplex gehört auch das Natur- und Waldmuseum.

In Nowa Slupia gibt es ein Eisenhütte-Museum, wo alljährlich bei einer großen Veranstaltung im September in 42 alten Öfen vorgeführt wird, wie vor mehr als 2000 Jahren Eisenerz geschmolzen wurde. Als bedeutendes Bauwerk ist die Spätrenaissance Kirche aus den 16. Jh.

Die größte Stadt der Region ist Kielce mit 215.000 Einwohnern. Sie war lange Zeit (bis 1789) im Besitz der Krakauer Bischöfe. Die Stadt ist ein bedeutender Industriestandort und ein wichtiger Kulturzentrum, außerdem der zweitgrößte Messestandort Polens. Dominierendes Bauwerk im Zentrum ist der ehemaliger Bischofspalast, der Mitte des 17. Jh. in Barockstil errichtet wurde.
Im prächtig ausgestatteten ehemaligen Speisesaal mit einer bemalten Holzdecke werden Gemälde Krakauer Bischöfe gezeigt. Im Gebäude befindet sich eine Galerie mit Werken von bedeutenden polnischen Malern. Weitere Sehenswürdigkeit aus dieser Zeit ist die Mariä- Himmelfahrt-Basilika.
Am Marktplatz, dem Plac Partyzantow, befindet sich das Swietokrzyski Museum (reiche volkskundliche, geologische und archäologische Sammlung aus der Region). Südlich davon befindet sich der Schloßplatz und der Marienplatz mit der Basilika.
Im Süden der Stadt gibt es, in einem ehemaligen Steinbruch, ein geologisches Schutzgebiet mit 14 Kalksteinhöhlen und einem Freilichttheater.

Checiny - liegt südlich von Kielce. Hier stehen noch die Reste einer großen mittelalterlichen Festung aus dem 13. Jh. In dem Ort gibt es eine Reihe von Patrizierhäusern, sowie eine 1960 wieder aufgebaute Synagoge. In der Nähe liegt die berühmte Tropfsteinhöhle "Raj" (Paradies), eine der schönsten in Polen.

In Olegorek, ca. 25 km nordwestlich von Kielce entfernt, ist der Landsitz des Dichters und Nobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz (1846 - 1916, Quo Vadis). Das Haus ist heute ein vielbesuchtes Museum.

Sandomierz im Osten der Region, zählt zu den schönsten Städten Polens. Terrassenförmig über die Ufer der Weichsel gelegen, war die Stadt jahrhunderte lang durch den Getreide- und Holzhandel geprägt worden.
Das wichtige Bauwerk ist der 1360 gebaute Dom. Im Inneren zeigen die Wandgemälde, den Überfall der Tataren im Jahr 1259. Elemente der Gotik, der Renaissance und des Barocks prägten das mächtige Rathaus auf dem Marktplatz. Dort ist ein Teil des Bizirksmuseums untergebracht. Malerische Gassen laden zum Spaziergang ein, denn dort sind Baudenkmäler als allen Epochen zu bewundern. Ein bedeutender Bauwerk ist die Jakobuskirche, erbaut zu Beginn des 13. Jh. und die Getreidehallen.
 

Hotel in Swietokrzyski Gebirge

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