Die Kaschubei umßaft nicht nur den Küstenabschnitt nordwestlich von Gdansk, sondern auch im Landesinneren ein reizvolles Seengebiet, die Kaschubische Schweiz, auf polnisch Pobrzeze Kaszubskie. Das typische Moränengebiet mit eiszeitlichen Hügeln von bis zu 200 Metern und rund 250 Seen gilt als eines der größten polnischen Waldgebiete.
Etwa 200 000 Nachfahren vom slavischen Stamm der Kaschuben leben noch in der Region. Ihre Kultur wird staatlich gefördert. Berühmt sind Töpferarbeiten und Stickereien im charakteristischen Blau mit Blütenmustern. Im kaschubischen Museum in Kartuzy / Karthaus wird das traditionelle Kunsthandwerk ausgestellt. Am Rande der mit 15 000 Einwohnern größten Stadt in der Kaschubischen Schweiz lohnt ein Besuch des ehemaligen Klosters mit einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert. In dem kleinen Ort Wdzydze Kiszewskie besteht ein Freilichtmuseum mit allen kaschubischen Holzhäusern. Dort wird über die Lebensweise dieser Volksgruppe informiert. Auf der ehemaligen Burg des Deutschen Ordens in Bytów / Bütow gibt es ebenfalls ein kaschubisches Museum. Ein Teil der um 1400 erbauten Burg wird als Hotel genutzt.
Die gesamte Region ist sehr dünn besiedelt. Kleine Alleen mit wenig Verkehr führen vorbei an alten Gehöften und durch gepflegte Dörfer. Und immer wieder tauchen größere und kleinere Seen inmitten der Wälder auf, die meisten mit sehr klarem Wasser. Auch in der Hochsaison ist es nicht schwer, irgendwo ein ruhiges Plätzchen zum Baden zu finden. Viele Seen sind durch Kanäle miteinander verbunden und erlauben längere Wasserwanderungen mit dem Kajak.
(POT)








